DIE ARBEITSGRUPPEN

Inspiriert von einem spannenden Gespräch mit dem Schauspieler SVEN HÖNIG (Staatsschauspiel Dresden), möchten wir die Vorgehensweise der Arbeitsgruppen in drei Arbeitsphasen unterteilen.


Die Ergebnisse jeder Etappe werden in einer abschließenden Präsentation den Teilnehmer*innen der anderen Gruppen und allen interessierten Mitarbeiter*innen vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Zu Beginn sind alle Beteiligten dazu eingeladen, dem Thema der Arbeitsgruppe mit der größten Freiheit zu begegnen. Unabhängig von Machbarkeiten oder unmittelbaren Konsequenzen, darf spielerisch,
visionär und utopisch gedacht werden. Mut und die Suche nach Superlativen ist gefragt:


Was ist das gesündeste Theater? Was ist das vielfältigste Theater? Was ist das gerechteste Theater?(…)


In dieser Phase können verschiedene Improvisationen, beispielsweise die „JA, UND“-Improvisation ein wertvolles Werkzeug sein. Anstelle des häufig gebrauchten "NEIN, ABER" bzw. „JA, ABER“, kann auf diese Weise, die Idee einer Teilnehmer*in wertschätzend mit einem „JA, UND“ kommentiert und anschließend produktiv weitergedacht werden.


Am Ende der ersten Phase sind wir gespannt auf eure GRÖSSTMÖGLICHE UTOPIE.

Anschließend werfen wir einen Blick auf die Themen, die sich in den Utopien der ersten Phase verstecken. Zunächst sammeln wir alle Themen, fassen diese ggf. zu größeren Themen-Clustern zusammen, betrachten ihre Abhängigkeiten untereinander und ordnen sie nach Prioritäten.


In der nun folgenden zweiten Phase sind die Arbeitsgruppen dazu angehalten, die vorrangigen Themen zu vertiefen und durch Recherchen anzureichern. Auch in dieser Phase spielt die Machbarkeit noch keine übergeordnete Rolle. Vielmehr werden die Fühler ausgestreckt um sich einen Überblick zu verschaffen:


Ist dieses Thema bereits in anderen Theatern oder theaterfremden Branchen aufgetaucht? Gibt es hierzu bereits Lösungsvorschläge? Existieren bereits Anwendungsbeispiele oder Best Practice? (…)


Wir beschließen diese Phase mit einer MATERIALSAMMLUNG DER MÖGLICHKEITEN.

In der dritten Phase verfahren wir nun mit den Möglichkeiten in gleicher Weise, wie zuvor mit den Themen. Wir betrachten das Potential jeder Möglichkeit, fassen diese zu möglichen Maßnahmen und Maßnahmenfeldern zusammen und ordnen diese nach ihrer Bedeutung. Anschließend gehen die Arbeitsgruppen den einzelnen Maßnahmen genauer nach. In intensiven Diskussionen stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:


Welche dieser Maßnahmen stellt eine wirkliche Bereicherung für die Theaterarbeit dar? Wie und in welchem Zeitraum können wir diese Maßnahme umsetzen? Wen braucht es für diese Umsetzung und sind zusätzliche Expert*innen und Expertisen für eine Umsetzung empfehlenswert? (…)


Im Ergebnis der dritten Phase entsteht ein MASSNAHMENKATALOG mit vielfältigen Vorschlägen, wobei die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen noch nicht in Gänze zu Ende gedacht sein muss.